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SFP / SFP+ Module

Bring Glasfaser-Speed in dein Netzwerk! Mit SFP (Small Form-factor Pluggable) und SFP+ Modulen rüstest du deine Switches und Router mit den passenden Anschlüssen für Lichtwellenleiter (LWL) aus. Egal ob du eine 1-Gigabit (SFP) oder eine 10-Gigabit (SFP+) Verbindung über kurze oder lange Distanzen realisieren willst - hier findest du das passende Transceiver-Modul für dein Singlemode- oder Multimode-Glasfaserkabel.

Singlemode oder Multimode? Multimode-Glasfaserkabel haben einen größeren Kern und sind günstiger, eignen sich aber nur für kürzere Distanzen (bis ca. 500m). Singlemode-Kabel haben einen sehr kleinen Kern, sind für Laserlicht optimiert und ermöglichen Verbindungen über viele Kilometer. Achte darauf, dass dein SFP-Modul und dein Kabel vom gleichen Typ sind!
Mehr über SFP / SFP+ Module

SFP und SFP+ Module: Die flexible Verbindung für dein Netzwerk

Wenn du dein Netzwerk auf ein höheres Level bringen möchtest, sind SFP und SFP+Module die perfekte Lösung. Diese kleinen, aber leistungsstarken Transceiver ermöglichen es dir, die Verbindungstechnologie deines Switches flexibel anzupassen - sei es für die Anbindung über Glasfaser oder klassisches Kupfer.

Was ist ein SFP-Modul?

SFP steht für Small Form-factor Pluggable und bezeichnet einen modularen Transceiver, den du in einen SFP-Port an einem Netzwerkgerät steckst. SFP-Module sind extrem vielseitig, da sie je nach Bedarf ausgetauscht werden können.

Die Transceiver-Typen: Kupfer vs. Glasfaser

  • SFP-Transceiver mit RJ45-Port: Diese Module ermöglichen es dir, eine SFP-Buchse in einen normalen Ethernet-Anschluss umzuwandeln. Sie sind ideal, um Geräte über klassische Kupferkabel (CAT-Kabel) anzubinden und dabei trotzdem die Vorteile der modularen SFP-Ports deines Switches zu nutzen.

  • SFP-Transceiver mit LC-Port: Diese Module sind für die Anbindung über Glasfaser (Lichtwellenleiter) ausgelegt. Glasfaserverbindungen bieten im Vergleich zu Kupferkabeln eine deutlich höhere Geschwindigkeit und Reichweite. Sie sind ideal, um weit entfernte Switches oder Gebäude zu verbinden, ohne dass es zu Signalverlusten kommt.

Geschwindigkeit: SFP (1 Gbit) vs. SFP+ (10 Gbit)

  • SFP Module (1 Gbit): Diese Module unterstützen eine Übertragungsrate von 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) und sind perfekt für Standard-Netzwerke geeignet. Sie kommen häufig in professionellen Umgebungen zum Einsatz, wo eine zuverlässige Gigabit-Verbindung erforderlich ist.

  • SFP+ Module (10 Gbit): Das "Plus" steht für eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung. SFP+-Module unterstützen eine Übertragungsrate von 10 Gbit/s. Sie sind die erste Wahl für anspruchsvolle Anwendungen wie Videostreaming in 4K, Virtualisierung oder den Datenaustausch in Rechenzentren. SFP+ Ports an Switches sind meist abwärtskompatibel zu SFP-Modulen, was dir zusätzliche Flexibilität bietet.

Mit der Wahl der richtigen SFP  und SFP+ Module kannst du dein Netzwerk exakt an deine Anforderungen anpassen.

Die häufigsten Fragen zu SFP und SFP+ Modulen

Verwirrt von Abkürzungen wie SX, LX, OM3 oder BiDi? Hier ist das kompakte Lexikon für Netzwerk-Profis.

Obwohl sie äußerlich fast identisch aussehen und denselben Slot-Formfaktor nutzen, liegt der Unterschied in der Geschwindigkeit.

  • SFP (Mini-GBIC): Der Standard für 1 Gigabit (1.25 GBit/s).

  • SFP+: Der Standard für 10 Gigabit.

  • Insider-Tipp: In den meisten modernen Switches mit 10G-Slots (SFP+) kannst du problemlos auch alte 1G-Module (SFP) betreiben. Umgekehrt funktioniert das nicht: Ein 10G-Modul läuft niemals in einem reinen 1G-Slot.

Das sind die Reichweiten-Klassen der Module:

  • SX (Short Range): Für kurze Distanzen bis 550m. Nutzt Multimode-Fasern (850 nm).

  • LX (Long Range): Der Standard für Gebäude-Verbindungen bis 10 km. Nutzt Singlemode-Fasern (1310 nm).

  • EX (Extended Range): Für mittlere Langstrecken bis 40 km (Singlemode, 1310 nm oder 1550 nm).

  • ZX (High Range): Für extreme Distanzen bis 80 km und mehr (Singlemode, 1550 nm).

  • Multimode (OM3/OM4, Farben: Aqua/Violett): Ideal für die Verkabelung innerhalb eines Gebäudes oder im Rechenzentrum (z.B. Server zum Switch). Die Module (SX) sind sehr günstig, die Kabel aber etwas teurer.

  • Singlemode (OS2, Farbe: Gelb): Pflicht für alles, was das Gebäude verlässt (Campus, Stadtvernetzung) oder länger als 500m ist. Die Module (LX) sind etwas teurer, dafür kosten die Kabel fast nichts und sind zukunftssicherer für höhere Geschwindigkeiten.

LC (Lucent Connector) ist der Standard-Stecker für SFP-Module. Er ist halb so groß wie der alte SC-Stecker und rastet hörbar ein.

  • LC Duplex: Der Standard. Zwei Fasern (Senden & Empfangen) nebeneinander.

  • LC Simplex: Wird nur bei BiDi-Modulen verwendet (eine einzelne Faser).

Nein, auf gar keinen Fall! Glasfaserkabel mit grünen Steckern (APC - Angled Physical Contact) sind vorne schräg geschliffen (8° Winkel). SFP-Module erwarten aber einen geraden Schliff (UPC/PC - meist Blau). Wenn du einen grünen Stecker in ein blaues Modul drückst, entsteht ein Luftspalt oder du beschädigst die empfindliche Optik des Transceivers.

Ja, dafür gibt es SFP-zu-RJ45 Module. Diese Transceiver haben keinen Laser, sondern einen normalen Netzwerk-Chip eingebaut. Damit kannst du normale Cat.6 oder Cat.7 Kupferkabel nutzen.

  • 1G SFP auf RJ45: Reichweite bis 100m.

  • 10G SFP+ auf RJ45: Reichweite meist nur bis 30m (wegen extremen Signalverlusts auf Kupfer).

Das ist physikalisch bedingt. 10 Gigabit über altes Kupferkabel zu jagen, verbraucht extrem viel Energie (ca. 2,5 bis 3 Watt pro Modul). Glasfaser braucht nur ca. 0,5 Watt.

  • Warnung: Viele Switches können nicht 48x 10G-RJ45-Module mit Strom versorgen oder die Hitze abführen. Wir empfehlen, max. 4-8 Stück davon in einem Switch zu verbauen und immer einen Slot Platz dazwischen zu lassen (Zebra-Muster), damit sie nicht überhitzen. Für alles andere: Nimm Glasfaser oder DAC-Kabel!

Grundsätzlich ja, denn der Formfaktor ist genormt (MSA-Standard).

  • Offene Systeme (Ubiquiti UniFi/Edge, MikroTik, Netgear, TP-Link, D-Link): Hier funktionieren unsere Standard-Module sofort "Plug & Play". Diese Hersteller sperren keine Fremdmodule.

  • Geschlossene Systeme (HP Aruba, Cisco, Extreme): Diese Hersteller fragen beim Einstecken einen geheimen Code ab. Fehlt dieser, schaltet der Port ab. Dafür bieten wir speziell codierte Module an. Sag uns einfach Bescheid, für welchen Switch du es brauchst!

DDM (Digital Diagnostic Monitoring) ist wie ein eingebauter Arzt im Modul. Über die Weboberfläche deines Switches kannst du damit live auslesen:

  1. Temperatur: Wird das Modul zu heiß?

  2. Rx Power (Empfangsleistung): Wie viel Licht kommt noch an?

  • Praxis-Tipp: Wenn die Verbindung abbricht, schau auf den Rx-Wert. Ist er unter -20 dBm (bei 10km Modulen), ist meist das Kabel gebrochen oder der Stecker verschmutzt.

Normalerweise nutzt man zwei Fasern für eine Strecke: Eine hin (TX), eine zurück (RX). BiDi-Module (WDM) nutzen nur eine einzige Faser für beide Richtungen gleichzeitig. Das schaffen sie, indem sie mit unterschiedlichen "Lichtfarben" arbeiten (z.B. A-Seite sendet auf 1310nm, B-Seite sendet auf 1550nm).

  • Vorteil: Du sparst die Hälfte der Glasfaser-Kosten.

  • Wichtig: Du musst immer ein Pärchen kaufen (Type A und Type B). Zwei gleiche Module verbinden sich nicht!

Wenn du Switches verbinden willst, die direkt übereinander im Rack hängen (z.B. < 3 Meter), sind DAC-Kabel die beste Wahl. Das sind fertige Kupferkabel mit fest verlöteten SFP+ Steckern an beiden Enden.

  • Vorteil: Sie sind spottbillig, verbrauchen fast keinen Strom und haben nahezu null Latenz (Verzögerung).

  • Nachteil: Maximale Länge meist 3 bis 7 Meter.

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