Störfaktoren in WLAN Netzwerken
Dein WLAN und seine Erzfeinde: Was dein Signal killt!
WLAN ist super - solange nichts im Weg steht. Die Reichweite deines drahtlosen Netzwerks hängt extrem von äußeren Störfaktoren ab. Stell dir dein WLAN-Signal als eine Art Lichtstrahl vor: Je mehr Hindernisse im Weg sind, desto dunkler wird es.
Die größten Signal-Killer sind Gegenstände oder Materialien, die Wasser (Bäume, Regen, Schnee), Metalle (Stahlbeton, Blechdächer) oder einfach eine hohe Masse (dicke Hauswände, Mauern) enthalten.
Störfaktor #1: Wasser - Der Mikrowellen-Trick
Dein WLAN-Netzwerk funkt im Mikrowellenbereich. Jeder, der schon einmal eine Tasse Wasser in die Mikrowelle gestellt hat, kennt den Effekt: Das Wasser absorbiert die Mikrowellenenergie und wird heiß.
Genau das passiert, wenn dein WLAN-Signal versucht, durch Bäume oder dichte Büsche zu funken.
- Bäume und Blätter enthalten viel Wasser. Dieses Wasser absorbiert die Mikrowellen deines WLAN-Signals.
- Je mehr Wasser (egal ob belaubt oder durch Regen nass) oder je mehr Bäume im Weg stehen, desto stärker wird dein Signal ausgebremst und geschwächt.
Die Folge: Die Reichweite sinkt dramatisch, und die Verbindungsqualität leidet. Dein Datentransfer kommt nur noch im Schneckentempo an.
Störfaktor #2: Metall - Der Reflektor-Effekt
Metalle sind die Vampire der WLAN-Welt: Sie reflektieren Mikrowellen. Anstatt das Signal durchzulassen, werfen sie es zurück oder lenken es ab.
Das bekannteste Beispiel ist Stahlbeton, der in modernen oder großen Gebäuden für Stabilität sorgt. Die im Beton eingelassenen Stahlmatten bilden einen regelrechten Faradayschen Käfig im Kleinformat.
- Je dichter das Stahlgitter im Beton oder je mehr Stahlbetonwände im Weg deines Signals stehen, desto stärker wird das WLAN reflektiert und gedämpft.
- Das Signal kann nicht sauber durchdringen. Oft entstehen durch die Reflexionen sogenannte Mehrweg-Ausbreitungen, die zwar theoretisch Umwege zum Empfänger finden, die Übertragungsqualität aber massiv verschlechtern.
Auch Blechdächer, große Metallregale in der Garage oder sogar Fußbodenheizungen können dein Signal stark beeinflussen.
Störfaktor #3: Masse - Die pure Wand
Neben Wasser und Metall ist auch die schiere Masse eines Hindernisses ein Problem. Eine dicke Steinmauer oder eine Lehmwand dämpft das Signal allein durch ihre Dicke und Materialdichte stark ab.
Merke dir die Faustregel: Jedes Hindernis schwächt dein WLAN-Signal. Vermeide es, deinen Router in einer Ecke hinter drei Mauern zu verstecken. Platziere ihn möglichst frei und zentral, um die Reichweite optimal auszunutzen!